Masturbation bezeichnet die manuelle Stimulation der Geschlechtsorgane, wobei diese in der Regel mit dem Orgasmus ihr Ende findet. Die tatsächliche Herkunft des Wortes ist noch immer nicht völlig geklärt, man geht jedoch davon aus, dass sich der Begriff aus den beiden lateinischen Bezeichnungen mas für männlich und turbare für heftig bewegen zusammensetzt. Eine andere Variante geht von den Begriffen manus für Hand und stuprum für Unzucht aus. Masturbation wird häufig als eine sexuelle Praktik beim Geschlechtsverkehr eingesetzt, bei der der jeweilige Sexualpartner die Masturbation durchführt und in Folge dessen nicht mehr von Selbstbefriedigung gesprochen werden kann.
Autosexualität, Selbstbefriedigung, Ipsation oder Onanie stellen eine spezielle Form der Masturbation dar, bei der die manuelle Stimulation des eigenen Geschlechtsteils selbstständig durchgeführt wird. Beschreibungen wie wichsen oder sich einen runterholen sind umgangssprachlich weit verbreitete Bezeichnungen, wobei sie sich auf die männliche Autosexualität beziehen. Statistisch gesehen befriedigen sich beinahe alle Menschen in unregelmäßigen Abständen selbst, wobei der Anteil der Männer mit über 90 Prozent deutlich höher ist als der der Frauen, bei denen allerdings auch rund zwei Drittel unregelmäßig Selbstbefriedigung betreiben. Dabei ist das Alter, in dem die Technik der Masturbation entdeckt wird, unterschiedlich, kann es doch von Kleinkindalter bis in die späte Pubertät variieren.
Es gibt eine Vielzahl an unterschiedlichen Techniken, wie die Masturbation vonstatten gehen kann. Rhythmus, Geschwindigkeit, Druck und Bewegungsablauf unterscheiden sich je nach Vorliebe, weshalb auch nicht geklärt werden kann, wie Masturbation im Idealfall ausgeübt werden soll. In manchen Fällen werden lediglich einzelne Finger verwendet, um zum Höhepunkt zu gelangen, in anderen Fällen benutzt man die ganze Hand oder auch beide Hände, um die persönliche Lust seigern zu können. Auch eine Vielzahl an Hilfsmitteln kann verwendet werden, um die Masturbation noch reizvoller zu machen. So besteht die Möglichkeit, die unterschiedlichsten Gleitmittel zu verwenden oder ohne Hilfsmittel trocken zu masturbieren. Weiters können auch andere unterstützende Gegenstände verwendet werden, wie Vibratoren oder Dildos, mit denen die Penetration simuliert werden kann. Aber auch Puppen, die meist aus Gummi bestehen, sind vorhanden, wobei diese sowohl mit männlichen als auch mit weiblichen Geschlechtsmerkmalen verfügbar sind. Frauen verwenden zur Masturbation aber auch häufig Alltagsgegenstände wie eine Salatgurke oder auch eine Banane, um das Eindringen des Penis nachahmen zu können. Darüber hinaus wird auch von besonders gelenkigen Menschen berichtet, die die Masturbation auch oral durchführen können. Sie stimulieren ihre eigenen Geschlechtsteile also selbstständig mit Mund, Lippen oder Zunge.
Ähnlich wie bei Alkohol oder Nikotin ist auch bei Masturbation ein Suchtverhalten durchaus möglich, wenn gleich nicht so häufig wie in den beiden oben genannten Fällen. Es handelt sich dabei um Personen, die zwanghaft oder auch öffentlich masturbieren müssen, um irgendeine Form der Befriedigung genießen zu können. Für Masturbationssüchtige gibt es eigene Selbsthilfegruppen, die sich damit beschäftigen, den Betroffenen den Ausstieg aus der Sucht ermöglichen zu können.